An einer Seilbahn ist eine Hasenattrappe befestigt
und wird mit wilden Bewegungen hin und her geschliffen. Die Arbeit
bezieht sich auf einen Charakter im Buch „Der Ohrenzeuge“ von
Ellias Canetti. Der Mannstolle, so der Name des Charakters, ist
ganz versessen auf das Männliche an sich. Er liebt die Jagd,
weil sie so konsequent ist. Er kann mit halben Sachen nichts anfangen.
In der Arbeit ist das Wesen diese Figur auf den Punkt gebracht. Die
Jagd als sinnentleerte, mechanische Maschinerie, die mehr einer Hunderennbahn
mit Hasenattrappe gleicht.
Gemeinsam gehen wir los. Es ist eine wirkliche Lust
hier durch die dampfende Scholle zu schreiten. Man fühlt sich
gut. Ich reisse ein paar Witze, keiner kennt dreckigere. Meist schweigen
wir - denn wir sind auf der Jagd. Das schwarze Eisen unterm Arm wartet
auf den ersten Schuss. Es ist reine Perfektion; es ist technische Übermacht;
da warten sogar die kleinen Pelzträger ungeduldig darauf.
Da!
Ein Hase. Er zischt förmlich vorbei. Ein wirklich ungewöhnlich
schneller seiner Art. Der muss es sein. Den will ich haben. Den Besten
seiner Art will ich an der Wand.
Da! Schon wieder und schon wieder der gleiche.
Ich lege an. Ein Schuss,
er ist getroffen. Doch was soll das? Er wird nicht langsamer. Ich
lege noch einmal an und wieder rast er weiter, jetzt schon Blutüberströmt.
Er will mich wohl lächerlich machen! Ich werde schiessen, bis
er stehen bleibt, auch wenn es den ganzen Tag dauert! ...
The dummy of a bunny is tossed around by a cable railway. This work refers to a character in the book “Der Ohrenzeuge” (The Ear-Witness) by Ellias Canetti. The Man-Crazy, as the main charakter is named, likes the masculine and everything about it, like hunting. He can’t stand to do things by half-measures.
This work encapsulates the nature of the character. Hunting as a meaningless mechanical machinery that resembles a dog racing track with a dummy.
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Konzept
Concept
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