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KLAUS TASCHLER
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VIP Installation & Video, 2006  
gelato di me poster

VIP (Virus Infected Personality) ordnet einen Virus einer einzelnen Person zu. Er markiert bzw. definiert den Freundeskreis dieser Person durch eine bewusste virale Ansteckung. Eine einfache Visitenkarte überträgt den Virus vom Besitzer auf die Träger.


VIP (virus Infected Personality) assigns a virus to an individual person. It marks and/or defines the friend circle of this person by a conscious virale infection. A simple business card transfers the virus from the owner to the carriers.

lineAbstract

link Video (flash)

Der Biotechnologie-Forschung haftet eine Aura des Unheimlichen an: Veränderungen im unglaublich winzigen DNA-Strang ergeben massive Auswirkungen auf das Leben.

Klaus Taschlers Arbeit "VIP" spielt mit dieser Unsicherheit. Er verwandelt einen Krankheitserreger zum "guten Helfer": ein Virus wird zum Ankerpunkt von zwischenmenschlichen Interaktionen. Die ganz bewusst mit dem VIP-Virus angesteckten Personen gehören auf zellulärer Ebene einer Gruppe Gleichgesinnter an. Die Krankheit definiert somit den Freundeskreis - jedoch ohne zum Ausbruch zu kommen.

Aus dem Monolog im Video dieser Arbeit werden verschiedene Auswirkungen einer solchen Erfindung angesprochen: es geht um das Vertrauen im Freundesnetzwerk einerseits und andererseits um eine Arbeitsberechtigung durch die Viruskrankheit. Die Dauerhaftigkeit dieser beiden Bereiche ist hervorgehoben und stellt, in einer Zeit, in der das einzig Dauerhafte die Veränderung ist, eine mögliche Alternative dar.

Die Fiktion des Virus als Helfer bricht an den Stellen, an denen die negativen Seiten der Erfindung angesprochen werden. Beispielsweise wird die Virusinfektion als Druckmittel durch den "Besitzer" zum Träger des Virus verwendet, da ein potentielles Ausbrechen der Viruskrankheit droht. Angedacht ist aber auch die Verwendung als körpereigene Droge.

Klaus Taschlers Arbeit "VIP - Virus Infected Personality" versucht in einer lustvollen Art, die Möglichkeiten der Biotechnologie gedanklich auszuweiten, wobei die tatsächliche Umsetzung in die Realität, also die Produzierbarkeit des Virus, eine untergeordnete Rolle spielt.

An uncanny aura adheres the field of biotechnological research: Changes in the unbelievably tiny DNA strand result in substantial effects on life.Klaus Taschlers work “VIP” plays with this uncertainty. It transforms a pathogen into a “friendly helper”: a virus becomes the anchor point of interhuman interactions. The intentionally infected belong to a group of like-minded people on a cellular level. The disease defines thus the circle of friends - however without the actual outbreak of the virus.

The video addresses the different effects of such an invention: it's about reliance within the network of friends on the one hand and about a work authorization through the virus illness on the other hand. The durability of these two ranges is emphasized and represents a possible alternative in a time, where the only thing permanent is the condition of change itself.

The fiction of the virus as an aid changes as the negative sides of the invention are taken into consideration. For example the virus infection is used as an argument by the “owner” against the carrier of the virus, since a break-out of the virus is possible. In addition, the use as body's own drug is suggested.

Klaus Taschlers work “VIP - Virus Infected Personality” tries to expand the possibilities of biotechnology in a theoretical way. The actual feasibility plays a minor role.

 


Konzept

Concept

Die Arbeit wurde gezeigt/ The work was shown
linkDNArt II 30.11. bis 22.12.2006
linkProjektraum Sonnensegel 31.10. - 14.11.2007
linkKunstraum Goethestrasse 20.11. - 30.11.2007


Ausstellung

Exhibition